Biomeiler-Versuch am 28.09.08

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Inhaltsverzeichnis

Bilder von der Versuchsdurchführung

Biomeiler-100 3377-klein.JPG

Temp-T1-100 3378-klein.JPG

Temp-T2-100 3380-klein.JPG

Spezifikationen des Biomeilers

Ergebnisse der Messungen vom 28.09.09

  • Die Eingangstemperatur des Wassers in den Biomeiler beträgt 13,2 °C
  • Die Temperatur des Biomeilers 70 cm unter seiner Oberfläche beträgt 41,8 °C
  • Größe des Biomeilers zum Zeitpunkt der Messung
    • Durchmesser des Biomeilers: 5 m
    • Höhe des Biomeilers: ca. 1,7 m über der Erde und 0,5 m unter der Erde, also gesamt ca 2,2 m.
    • Volumen: ca. 33 m³ über der Erde und ca 10 m³ unter der Erde, also insgesamt 43 m³
  • Der Biomeiler war zum Zeitpunkt der Messung bereits seit Herbst 2008 in Betrieb und schon erheblich in sich zusammengesunken.
  • Masse der entnommenen und gewogenen feuchten Probe, die 70 cm unter der Oberfläche des Biomeilers entnommen wurde:
    • m(feucht) = 12,25 g
    • m(trocken) = 3,80 g
      • m(Wasser) / m(feucht) = 69,0%
      • m(trocken) / m(feucht) = 31,0%
    • rel. Luftfeuchte beim Trocknen 60%; Raumtemperatur: 22 °C
    • Dichte der feuchten Probe bei einem Pressdruck von 1,85 bar beträgt 491,9 kg/m³. Der Pressdruck wurde dadurch realisiert, indem eine Probe in einem Glaszylinder mit einem Durchmesser von 26 mm mit einer Kraft von 9,81 N über einen luftdurchlässigen Stempel zusammengedrückt wurde. Eine Probe mit der Masse von 61 g hat unter diesen Bedingungen ein Volumen von 124 ml


Wassertemperatur-280809.jpg

Leistung-280809.jpg

Energiemenge-280809.jpg

Auswertung der Ergebnisse

Die Open Office Calc Tabellen zum Versuch befinden sich unter:

Biomeiler-280809-und-290809.zip

Die drei Temperaturen wurden an folgenden Orten gemessen:

T1: Temperatur der Zapfstelle in °C

T2: Temperatur des Biomeilers 70 cm senkrecht zur Oberfläche in °C

T3: Lufttemperatur neben dem Biomeiler auf dem Boden in °C

  • Zum jetzigen Zeitpunkt liegen noch zu wenig Daten vor, um bezüglich der Leistungsfähigkeit des Biomeilers quantitative Aussagen treffen zu können.
  • Folgende Parameter können die Leistungsfähigkeit des Biomeilers beeinflussen:
    • Die Partikelgrösse des Häckselgutes
    • Der mineralische Nährstoffgehalt des Biomeilers
    • Der Stickstoffgehalt des Biomeilers, der notwenig ist, damit die Mikroorganismen Eiweiß aufbauen können.
    • Die Auswaschung der Nährstoffe durch zu starker Wasserzufuhr z.B. durch Regen


Fazit

  • Bei zukünftigen Biomeiler-Projekten wäre es wünschenswert, wenn die messtechnische Auswertung des Biomeilers von vornherein mit eingeplant und mit wissenschaftlicher Gründlichkeit druchgeführt wird, und die Messergebnisse der Öffentlichkeit frei zugänglich gemacht werden.
  • Der Aufbau des Biomeilers sollte genau dokumentiert werden, inklusive der verwendeten Materialien.
  • Folgende Paremeter sollen messtechnisch erfasst werden:
    • Temperaturen im Inneren des Biomeilers
    • Lufttemperatur
    • Niederschlagsmenge (Regen etc.)
    • Windgeschwindigkeit
    • Wasser-Eingangstemperatur
    • Wasser-Ausgangstemperatur
    • Massenstrom des Wassers
    • Größe des Biomeilers
    • Probenentnahme zur Messung des Wassergehaltes und der Dichte des Materials
    • Fotografien des Biomeilers von einem festen Standpunkt aus.
    • Labortechnische Analyse der Nährstoffe in den Festen Bestandteiler des Biomeilers durch Labors für Bodenkunde
    • Labortechnische Analyse der Flüssigkeit, die aus dem Biomeiler austritt, durch Labors für Bodenkunde
    • Untersuchung der Mikroorganismen
    • Bestimmung der Fruchtkörper der Pilze, wenn welche gefunden werden.
    • Messung der Entnommenen Wärmemenge mit Hilfe eines Wärmemengenzählers.
    • Brennwertananlyse des Ausgangsmaterials
    • Brennwertanalyse des Materials beim Abbau des Biomeilers
    • ...
  • Die Messungen müssen in Abständen von 30 Minuten kontinuierlich erfolgen und können auch Stichprobenartig mit feinerer zeitlicher Auflösung über den Verlauf eines ganzen Tages durchgeführt werden. Auch das durchführen verschiedener Lastfälle wie z.B. Vollast bis zum Auskühlen des Biomeilers und Dauerlast wäre interessant.